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8.6.2021 - BN fordert bayernweites Moratorium und Alternativenprüfung bei neuen Klärschlammverbrennungsanlagen

In ganz Bayern werden zahlreiche Klärschlammverbrennungsanlagen geplant. Der BN bringt Einwendungen zur Klärschlammverbrennung in Gersthofen vor.

 

08.06.2021

In Bayern werden derzeit zahlreiche neue Klärschlammverbrennungsanlagen geplant. Eine große Anlage soll in Gersthofen bei Augsburg entstehen. Der BUND Naturschutz (BN) kommt dabei zu folgender Bewertung:

„Bayern braucht nachhaltige Lösungen für die Behandlung und Verwertung von Klärschlamm“, erklärt der BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe. „Wir fordern von der bayerischen Staatsregierung ein Moratorium für den Aus- und Neubau von Klärschlammverbrennungsanlagen. Ziel müssen geschlossene Stoffkreisläufe, eine Minimierung der Schadstoffbelastung für die Umwelt und Klimaneutralität sein. Mit dem Bau von Klärschlammverbrennungsanlagen in ganz Bayern können diese Ziele nicht erreicht werden.“

„Bayern begibt sich derzeit in eine Einbahnstraße. Stehen die Verbrennungsanlagen einmal, kann kaum mehr auf nachhaltigere Verfahren umgestellt werden“, ergänzt Waltraud Galaske, Sprecherin des BN-Landesarbeitskreises Abfall. „Durch die zahlreichen aktuellen Planungen in Bayern drohen sogar Überkapazitäten.“

„Bei der Verbrennung von Klärschlamm wird eine Vielzahl von Schadstoffen in die Umwelt abgegeben. Gewässer können belastet werden. Außerdem kann es zu einer Anreicherung von umweltschädlichen Stoffe in Böden, Pflanzen oder Tieren kommen“, berichtet Peter Hirmer, Sprecher des BN-Landesarbeitskreises Wasser.

Johannes Enzler, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Augsburg fordert daher die Regierung von Schwaben auf, die Klärschlammverbrennungsanlage Gersthofen nicht zu genehmigen. „Im Antrag der Gersthofener Klärschlammverbrennung sind noch zu viele Fragen ungeklärt. Daher fordern wir auch im Genehmigungsverfahren für diese Anlage ein Moratorium“. ... weiter