Rundbrief der Kreisgruppe Augsburg zum Volksbegehren Artenvielfalt

Hallo,

leider ist unser erster Versuch etwas misslungen: Es sollte dieser folgende Rundbrief erscheinen.

Beste Grüße

L.Büch

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ihr erhaltet zum ersten Mal einen Rundbrief in neuer Form von der BN-Kreisgruppe Augsburg aus Anlass des aktuellen Volksbegehrens. Wir hoffen, dass wir Euch nicht allzu sehr durch einen erneuten Aufruf unseres Kreisvorsitzenden Johannes Enzler zur Abgabe Eurer Unterschrift belästigen - vor allem wenn Ihr längst unterschrieben habt. Aber wir wollen nichts unversucht lassen, möglichst alle BN-Mitglieder zur Unterschriftsabgabe zu bewegen.

Wichtig! Volksbegehren „Rettet die Bienen“ – Jetzt unterschreiben!!!

Warum ein Volksbegehren?

Wissenschaftler warnen davor, dass die Erde vor einem massenhaften Aussterben von Tier- und Pflanzenarten steht. Auch in Bayern ist ein dramatischer Artenverlust verschiedenster Tiere und Pflanzen festzustellen. Diese Entwicklung zeigt sich vor allem in den Offenlandschaften. 44 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Gradmesser für den Rückgang sind die Insekten, auf denen viele Nahrungsketten aufbauen. Insekten spielen aufgrund ihres Artenreichtums, ihrer schieren Masse und ihrer vielfältigen Spezialisierungen tragende Rollen in den Ökosystemen. In einer Landschaft, in der Schmetterlinge und Bienen zu Hause sind, fühlen sich auch Rebhuhn, Feldhase und Ameisenbläuling wohl. Auch die Arten, die an das Wasser gebunden sind, wie Kammmolch, Ringelnatter und Bachforelle profitieren von reduziertem Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz und wertvollen Landschaftselementen. Alle bisherigen Bemühungen über Förderprogramme, wie das Vertragsnaturschutzprogramm oder das Kulturlandschaftsprogramm den Artenschwund aufzuhalten, sind nicht erfolgreich gewesen. Daher müssen mehr finanzielle Anreize geschaffen werden und dort, wo der Ressourcenschutz das erfordert, auch über das Ordnungsrecht eingegriffen werden.

Was steht im Gesetzesentwurf des Volksbegehrens?

Im Wesentlichen sind es folgende Ziele, die das Volksbegehren verfolgt:

  • Biotopverbund auf 10 % der Offenlandfläche bis 2023 und auf 13 % bis zum Jahr 2027

  • Strukturanreicherung und ökologische Verbesserung im Grünland

  • Verbot des Grünlandumbruchs

  • Gewässerschutz durch die verbindliche Schaffung von Gewässerrandstreifen, die nicht ackerbaulich genutzt werden und wo keine Dünger und Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden

  • Pestizidverbot in geschützten Biotopen und Schutzgebieten

  • Stärkung und Ausbau des Öko-Landbaus

  • Schutz von Streuobstwiesen sowie arten- und strukturreiches Dauergrünland

  • Insektenfreundliche Beleuchtung im Außenbereich

  • Berücksichtigung der Ziele und Aufgaben des Naturschutzes und der Landschaftspflege bei der pädagogischen Aus- und Weiterbildung

  • Regelmäßige Statusberichte zur biologischen Vielfalt

Was können Sie jetzt tun?

Der Eintragungszeitraum für das Volksbegehren ist vom 31. Januar bis zum 13. Februar 2019. Sie müssen dazu während der Öffnungszeiten in das Rathaus oder in die Bürgerbüros gehen und sich in die ausgelegten Listen eintragen. Bitte den Ausweis nicht vergessen.

Johannes Enzler

Weitere Infos unter www.volksbegehren-artenvielfalt.de und  der BN-Internetseite