Gentechnik - neue Verfahren

CRISPR/Cas, gene drive und Co. - Was verbirgt sich hinter den neuen Verfahren der Agrogentechnik?

Datum
24.03.2017 15:00 - 19:00

Ort
München, Tagungszentrum Kolpinghaus, Adolf-Kolping-Str. 1

Referent*innen:
Dr. Martha Mertens, Sprecherin BN/BUND AK Gentechnik
Susanne Moritz, Ernährungsreferentin, VZ Bayern
Dr. Christoph Then, Test Biotech
Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin

Anmeldung:
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Senden Sie Ihre Anmeldung bitte bis 10.03.2017 an das Landwirtschaftsreferat, Tel. 0911/81 878-21, Fax 0911/86 95 68, landwirtschaft-wald@bund-naturschutz.de

Nachdem Agrogentechkonzerne in Europa mit ihrer Strategie, gentechnisch manipulierte Pflanzen in den Anbau zu bringen, am Widerstand von Landwirten, Umweltverbänden und Verbrauchern gescheitert sind, versuchen sie jetzt, durch geschickte Verschleierungsstrategien die in der EU-Freisetzungsrichtlinie (Richtlinie2001/18/EG) festgelegten vergleichsweise strengen Regulierungen des Gentechnikrechts zu umgehen.

Gentechnische Verfahren der Pflanzenzucht werden als Nicht-Gentechnik uminterpretiert. Hierbei geht es in erster Linie um die Bewertung von sieben neuen Verfahren.

Den Methoden ist gemeinsam, dass sie gentechnische Veränderungen erlauben, die angeblich gezielter sind als die "herkömmliche Gentechnik" und schneller zu den gewünschten Ergebnissen führen sollen. Doch sind die zugrundeliegenden Prozesse in den Zellen weitgehend unverstanden und es ist sehr fraglich, ob diese Verfahren tatsächlich so spezifisch wirken wie dargestellt. Mit unerwarteten Effekten ist daher zu rechnen. Die Risiken der "herkömmlichen Agrogentechnik" sind damit keineswegs behoben und deshalb dürfen die Verfahren nicht aus dem Gentechnikrecht entlassen werden.

Flyer zur Veranstaltung