27.6.2017 Atomkraft und Erneuerbare Energien

Vortrag von Raimund Kamm, Energiebeauftragter der BN-KG Augsburg, mit dem Titel:

AKW Gundremmingen
Atom- und Klimagefahren verringern
Energiewende wieder beschleunigen! 

Link zum Text


30.4.17 Raimund Kamm, Energiebeauftragter der BN-KG Augsburg, zur ersten Abregelung einer WKA in Schwaben

Perverse Stromwirtschaft

Erneuerbare Energien konnten heute stundenlang Schwaben und Süddeutschland mit Strom versorgen. Aber das in Schwaben liegende AKW Gundremmingen lief mit mehr als 50 % und auch deswegen sind die Preise an der Strombörse stundenweise bei minus 10 ct/kWh. Und so werden Windräder abgeregelt.

Heute erhielt ich als Landesvorsitzender Bayern des Bundesverbandes WindEnergie die Nachricht, dass Direktvermarkter erstmals Windräder in Schwaben abgeregelt haben. Viel Licht und einiger Wind führten dazu, dass heute Süddeutschland stundenlang sich nur mit PV- und Windstrom versorgen konnte. Aber gleichzeitig lief das in Schwaben gelegene größte Atomkraftwerk Deutschlands mit mehr als der Hälfte seiner Leistung. Block B mit 417 MW und Block C mit 1253 MW. https://www.rwe.com/web/cms/de/59926/transparenz-offensive/zentraleuropa/nutzung/blockscharfe-tatsaechliche-produktion/ Und so führt dieser Atomstrom zu Negativpreisen an der Strombörse. Zur Stunde schwanken diese um minus 10 ct/kWh. http://www.epexspot.com/en/market-data/intradaycontinuous/intraday-table/-/DE

Diese AKW müssen abgeschaltet werden! Sie sind zu gefährlich, haben nicht einmal eine risikogerechte Haftpflichtversicherung, erzeugen tödlich strahlenden Müll und sind für die Stromversorgung überflüssig. Wenn wir kein Licht und kaum Wind haben, können wir mit in Reserve stehenden Gaskraftwerken (in Irsching 1800 MW) übergangsweise den Strom erzeugen. Auf Dauer werden wir mit viel mehr PV- und Windkraftanlagen und begleitend Lastmanagement, einem besseren Stromverbund und neuen Speichern allein aus Erneuerbaren Energien unsere Stromversorgung bewerkstelligen. Sauber, sicher und günstig!


28.3.2017 - Gundremmingen: Erörterungstermin zum Abrissantrag des Block B

Am Dienstag 28.3.2017 wird der Erörterungstermin zum Abrissantrag des Block B im Auwald Sportzentrum in Gundremmingen stattfinden.

Wir haben als BN zu dem Verfahren umfangreiche Einwendungen erhoben.

(siehe Anhang)
Vor dem Erörterungstermin wird um 9.00 Uhr dazu einen Pressefoto gemeinsam mit anderen Vereinen gemacht.
Ziel soll zum einen sein, nochmal die Forderung „Wer B sagt, muss auch C sagen“  öffentlich zu machen, zum anderen soll auch auf die Probleme im Antrag hingewiesen werden.


13.2.2017 - Bobingen: „Energiewende selber machen. Photovoltaik auf dem Dach lohnt sich!“

„Energiewende selber machen. Photovoltaik auf dem Dach lohnt sich!“ war das Thema der Veranstaltung im gut gefüllten Gemeindesaal der evangelischen Kirche. Auf deutschen Dächern ist noch viel Platz, so Kamm, nicht nur auf privaten, sondern auch auf öffentlichen und kirchlichen Gebäuden. Die Risiken von Atomkraft und Klimawandel, aber auch außenpolitische Gründe sprechen für den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung, denn gegenwärtig ist Russland Deutschlands mit Abstand größter Lieferant von fossilen Brennstoffen.
Bericht von Ute Blauert
Bericht in der Augsburger Allgemeinen vom 26.2.17


13.1.17 - Demo anläßlich des 40.Jahrestages des Totalschadens im Block A in Gundremmingen

Umweltinstitut München,

vor 40 Jahren, am 13. Januar 1977, war das Atomkraftwerk Gundremmingen Schauplatz des größten AKW-Störfalls in der bundesdeutschen Geschichte. Durch Kurzschlüsse kam es zu Fehlsteuerungen. Radioaktives Wasser lief aus und flutete binnen Minuten das Reaktorgebäude. Block A erlitt einen Totalschaden und ging nie wieder ans Netz.


Doch auch heute noch stellt das AKW ein unkalkulierbares Risiko dar, denn die Blöcke B und C sind weiter in Betrieb. Zwar soll Ende 2017 Block B stillgelegt werden, doch der ebenso unsichere Block C soll noch ganze vier weitere Jahre am Netz bleiben. Wir meinen dagegen: Wer B sagt, muss auch C sagen!

Gundremmingen ist der einzige verbleibende AKW-Standort in Deutschland mit einem Siedewasserreaktor. Im Vergleich zu Druckwasserreaktoren haben diese weitaus geringere Sicherheitsreserven -  nicht umsonst wurden alle anderen Siedewasserreaktoren in Deutschland bereits abgeschaltet. Das Not- und Nachkühlsystem genügt nicht den Sicherheitsanforderungen für Atomkraftwerke. Deshalb müssen beide Blöcke unverzüglich vom Netz. Gemeinsam mit .ausgestrahlt und der Bürgerinitiative FORUM starten wir daher eine neue Kampagne zur Abschaltung beider Reaktorblöcke im Jahr 2017.

 
Wir möchten Sie heute einladen, selbst mit dabei zu sein, wenn wir zum Start unserer neuen Kampagne anlässlich des 40-jährigen Jahrestags des Atomunfalls vor dem Kraftwerk protestieren.

Sind Sie beim Kampagnenauftakt dabei?

Wann: Freitag, 13. Januar, 10:45 bis 12:00 Uhr

Wo: Eingangsbereich des AKW Gundremmingen, Dr.-August-Weckesser-Straße 1,
89355 Gundremmingen


4.12.2016 - Raimund Kamm, Energiebeauftragter der BN-KG Augsburg mit neuen Nachrichten zu Atom- und Windenergie


18.10.2016 - Umweltschützer im Umspannwerk Oberottmarshausen

In unserem Landkreis wird ein für unser Land wichtiges Umspannwerk des Netzbetreibers Amprion / LEW gerade erweitert.

Wie wird unser Stromnetz umgebaut? Dieser Frage gingen 35 Besucher auf Einladung des Bund Naturschutz im Umspannwerk von Amprion in Oberottmarshausen nach.

Hier der Bericht von Raimud Kamm


13.7.2016 - Raimund Kamm, Energiebeauftragter der BN-KG Augsburg, zur Neufassung des Erneuerbare Energien Gesetz

Das Abbremsen des EE-Ausbaus wird gerade auch von CSU-Abgeordneten mit mangelnden Stromnetzen begründet . Es war aber der CSU-Politiker Seehofer, der das Volk gegen Stromleitungen aufgehetzt hat. Und der Einwand „es fehlen die Leitungen“ stimmt so auch nicht. In Süddeutschland gibt es überhaupt kein Netzproblem. Hier muss jetzt und in den kommenden Jahren nie ein Windrad abgeregelt werden.

In Deutschland insgesamt geht durch Einspeisemanagement etwa 1 Prozent des EE-Stroms verloren. Dem muss man gerade durch Ausbau der Netze in Schleswig-Holstein begegnen. Und im nördlichsten Bundesland wird mit Hochdruck hieran gearbeitet. Aber Netzdefizite sind nicht generell ein Argument gegen den PV- und Windkraftausbau. Übrigens: In den Atomkraftwerken geht durch den Eigenverbrauch zum Betrieb der Anlagen rund 4 % des Stroms verloren.

Richtung 100 % EE-Versorgung brauchen wir jedoch effiziente und stärkere Leitungen zwischen einerseits Nord- und Ostdeutschland und andrerseits Süddeutschland. Der zweite Haupteinwand gegen unsere Energiewende sind die angeblich zu hohen Kosten.

Dazu noch einmal fünf Gedanken:

· Wir sollten bei allen Energien die Subventionen abschaffen und die Folgekosten, auch externe Kosten genannt, für Gesundheits- und Umweltschäden oder Atommüll-Lagerung den Energien mittels staatlicher Abgaben („Ökosteuer“ und CO2-Zertifikate) anlasten. Dann können sowohl Energiesparen wie PV und Windkraft ihre Möglichkeiten ausspielen.

· EEG ist momentan teuer, da es die Differenz zwischen Börsenstrompreis und EEG-Vergütung abdeckt. Und der Börsenstrompreis ist durch Kraftwerksüberkapazitäten (und dabei war eine Stromlücke von den alten Konzernen und ihren Abgeordneten an die Wand gemalt worden) und billige Steinkohleimporte (u.a. eine Folge des für einige Jahre billigen Frackinggas) unerwartet tief gesunken. Wir sind jetzt bei 3 ct/kWh. Noch vor 8 – 10 Jahren war für heute ein Börsenstrompreis von 7 – 9 ct/kWh vorausgesagt worden.

· Wir baden aus, dass ein paar Jahre die PV-Vergütungen nicht entsprechend der technischen Fortschritte und sinkenden Produktkosten gesenkt wurden. Hier hat auch die Solarbranche Schuld auf sich geladen.

· Zu viele Industriebetriebe sind zu stark von den EEG-Kosten befreit worden und deren Kostenanteile werden auf die Privathaushalte und die normalen Betriebe abgewälzt

· Die teure Bioenergie und Seewindkraft wurde gepuscht, um Landwirtschaft und Küste wirtschaftlich zu fördern. Dann sollte man dies aber nicht dem EEG anlasten, sondern aus den Etats für die Wirtschaft bezahlen.

Ich bin wütend auf die meisten Abgeordneten von CSU/CDU und SPD. Die Interessen unseres Landes sind nicht vorrangig Atom- und Kohleinteressen! Unsere Interessen und Werte sind vielmehr: Gesundheit, gesunde Umwelt, zukunftsfähiges Wirtschaften, Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten, preiswerte Energieversorgung, regionale Wertschöpfung, …Die jetzt beschlossenen EEG-Verschlechterungen sind ein Produkt der Arbeit übler Atom- und Kohlelobby. Bei CSU und CDU weiß man bei der berüchtigten Vierergruppe Dr. Fuchs, Bareiß, Dr. Nüßlein, Pfeiffer von ihren Verbindungen zu den alten Stromkonzernen.

Übrigens: In fast allen Reden zum EEG kam das Thema Atomgefahren so gut wie nicht vor. Kommt der nächste Schub für die Energiewende mit PV und Windkraft erst durch das nächste Großschadensereignis, wie Hitzewelle mit Ernteausfall? Extreme Regenfälle? Atomunfälle?

Zu den viel diskutierten Schlagworten Einspeisemanagement, Redispatch hier ein Infoblatt

 


12.2.2016 Rückblick auf das Atomjahr 2015

Medienmitteilung des Energiebeauftragten der BN-KG Augsburg Raimund Kamm:

Die Gundremminger Atomgefahren werden größer – die weltweite Wiederbelebung der Atomkraft blieb aus

Deutschlands größtes und gefährlichstes Kernkraftwerk hat im Jahr 2015 viel Strom geliefert und unglaublich schlimmen Atommüll produziert. Zwei brisante Störfälle haben gezeigt, dass das Werk dem Ende entgegengeht. Weltweit blieb entgegen jahrelanger Propagandabehauptungen auch im Jahr 2015 die Wiederbelebung der Atomkraft aus. Hingegen wachsen PV und Windkraft.

weiter


12.2.2016 Fakten gegen die Mär vom Wiederaufstieg der Atomkraft

Bürgerinitiative FORUM veröffentlicht Infoblatt zum angeblichen Wiederaufstieg der Atomkraft:

zum Infoblatt


18.1.2016 Artikel in der TAZ zu Gesundheitsgefahren der Radioaktivität


24.1.2016 Vorträge des Energiebeauftragten der BN-KG Augsburg Raimund Kamm

Vorträge gehalten auf dem BN-Seminar am 18.01. in Ingolstadt:

1. Atomausstieg und Klimaschutz
Dezentrale Energiewende für 100 % Erneuerbare Energien

2. Wieviel Atomstrom kann durch
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ersetzt werden?

3. Alte Kohle-KW stilllegen – schrittweise aussteigen!
 


Bürgerinitiative FORUM veröffentlicht Infoblatt zum Infraschall - Medienerklärung v. 30.12.15

Die Bürgerinitiative FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e. V. veröffentlicht ein neues Blatt „Informationen für UmweltschützerInnen“. Es ist das bisher 36igste und setzt sich mit dem Thema Infraschall auseinander. Das Infoblatt hängt an.

Anlass sind einige üble Falschaussagen über Entstehung und Wirkung von Infraschall mit denen Stimmung gegen die Windkraft und gegen die Energiewende gemacht wird.

Blätter „Informationen für UmweltschützerInnen“ unter www.atommuell-lager.de/infos_umwelt.php 


10.12.2015 Stromerzeugung durch Windkraft und Photovoltaik in 2015

Raimund Kamm, der Energiebeauftragte der BN-KG Augsburg, informiert:

https://www.energy-charts.de/energy_de.htmLaut ISE Fraunhofer haben wir in Deutschland bis heute 76,76 Milliarden kWh (im ganzen Jahr 2014 waren es 56 Mrd. kWh) Windstrom erzeugt. Da macht sich sowohl der große Zubau auf See wie am Land als auch die bessere Windleistung in diesem Jahr bemerkbar. PV-Strom wurden bis heute 36,19 Mrd. kWh (2014 insgesamt 34,93 Mrd. kWh) erzeugt. Damit werden PV und Wind schon viel mehr Strom als die Atomkraftwerke liefern. Zugleich werden wir unseren bisherigen Stromrekordexportüberschuß wohl noch mal kräftig steigern. Von wegen ohne Atom haben wir eine Stromlücke. Und neue große PV- wie Windanlagen liefern den Strom für weniger als 9 ct/kWh.

https://www.energy-charts.de/energy_de.htm


5.10.2015 Artikel in der TAZ zum Stromexporüberschuss 2015 und die Rolle der erneurbaren Energien


11.9.2015 Medienmitteilung des Energiebeauftragten der BN-KG Augsburg Raimund Kamm

Bürgerinitiative an den Windkraftgegner Freiherrn zu Guttenberg: Medienerklärung


12.8.2015 - Medienmitteilung des Energiebeauftragten der BN-KG Augsburg Raimund Kamm zu den Erneuerbaren Energien

Der 3. August 2015 als Beispiel

Wieder sehr viel Strom aus Licht erzeugt

Der Mix aus Biostoffen, PV, Wasser und Wind macht’s

 

Der 3. August 2015 zeigte uns, wie eine 100 % EE-Versorgung aussehen kann. Dafür brauchen wir viel mehr PV- und Windkraftkapazitäten. Flankierend sind Lastmanagement sowie große Verbesserungen bei Speichern und beim Netzverbund erforderlich. Und wenn wir durch Einsparen und Effizienz unseren Stromverbrauch verringern, geht es leichter und schneller.

http://www.sma.de/unternehmen/pv-leistung-in-deutschland.html

Strom aus Licht (PV)

Die PV-Strom-Erzeugung stieg mit dem heller werden: Um 7 Uhr erzeugten die PV-Anlagen mit 1,6 GW (1 GW = 1 Million kW) in Deutschland schon mehr Strom als der in Gundremmingen noch laufende Atomreaktor B (1,3 GW). Am Mittag, als unser Stromverbrauch wegen vieler zusätzlich zu den Industrieanlagen noch laufender Elektroherde und vermehrt auch Klimaanlagen am höchsten war, sogar auf 26,3 GW. Das waren etwa 40 Prozent des mittags verbrauchten Stroms.

Strom aus Wind.

Die Windleistung schwankte während des Tages zw. 4 und 7 GW

http://www.eex-transparency.com/homepage/power/germany/production/usage/actual-wind-power-generation

Strom aus Wasserkraft

Die Wasserkraft wird in diesem trockenen Sommer mit weniger als der Hälfte der Spitzenleistung laufen. Also mit etwa 1,8 bis 2,3 GW.

Strom aus Biostoffen

Die Biostoffanlagen (Biogas- und Biomassekraftwerke) laufen derzeit mit etwa 5 GW (Spitzenleistung 7,2 GW).

Mehr hier: http://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/76/Agorameter/

Gedankenspiel:

Hätten wir doppelt so viel PV- und Windkraftkapazität – also etwa 80 GW PV und 80 GW Windkraft – hätten wir am 3.8.15 mit dem Sonnenschein und dem Wind in der Spitze mit 52 GW PV-Strom und mit 14 GW Windstrom erzeugt. Hinzu kommen noch Biostoffstrom aus insbesondere Biogasanlagen sowie der Wasserkraftstrom.

Wir hätten in den Mittagsstunden, wenn auch der Verbrauch am höchsten ist, nahezu all unseren Strom aus EE-Anlagen erzeugt. Atom-, Gas- und Kohle-KW wären nicht erforderlich gewesen.

Aber morgens, abends und in der Nacht brauchen wir auch Strom. Dann können flexible Biostoffanlagen und im gewissen Maße auch Wasserkraftanlagen mit Wasserspeichern vermehrt laufen. Und wir brauchen weitere Speicher. Pumpspeicherkraftwerke sind momentan die mit Abstand effizientesten und preiswertesten Speicher für den Tag-Nacht-Ausgleich. Für den saisonalen Ausgleich – also gerade vom Sommer in den Winter – ist die chemische Speicherung des Stroms erforderlich. Also power to gas to power. Oder: Aus Strom mach Gas und daraus wieder Strom. Der elektrische Gesamtwirkungsgrad liegt aber nur bei einem Drittel. Wir müssen also 3 kWh Strom einsetzen, um daraus nach Elektrolyse, Methanisierung und Verstromung 1 kWh Strom wieder zu erhalten. Angeblich ist aus physikalischen Gründen dieser Wirkungsgrad nicht groß zu steigern. Anfallende „Abfallwärme“ kann man zusätzlich nutzen. Aber diese fällt bei vielen industriellen Prozessen an und wird mangels Bedarf, Transportmöglichkeit und Wirtschaftlichkeit meistens nicht genutzt. Immer noch läuft auch die Mehrzahl der Biogasanlagen ohne Wärmenutzung.

Mehr hier: http://www.atommuell-lager.de/informationen/26SichereStromversorgung.pdf

Ergo

Eine Verdopplung der PV- und Windkraftkapazitäten verdrängt in erstrebenswerter Weise Atom, Gas und Kohle. Zur Sicherung unserer Stromversorgung brauchen wir, wenn wir statt heute 33 % dann 50 % unseres Stroms aus Erneuerbaren Energien gewinnen, auch eine Verbesserung des Netzverbundes und Speicher. Zusätzlich auch Lastmanagement, also die Anpassung flexibler Stromverbraucher (von Kühlhäusern, Elektroschmelzen und Chemieanlagen bis zu Kühlschränken, Waschmaschinen und Warmwasserheizern) an das Angebot von EE-Strom. Am besten über den Preis gesteuert: Bei viel EE-Angebot sinkt der Preis und die flexiblen Verbraucher nutzen den preiswerten Strom – bei wenig EE-Angebot andersherum.

Insgesamt können wir mit EE-Strom aus Biostoffen, PV, Wasser und Wind unseren Strom erzeugen. Und das sogar preiswert. Neue große PV- wie Windanlagen liefern den Strom für weniger als 9 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh). Im Unterschied zu Atom-, Gas- und Kohlekraftwerken produzieren PV- und Windanlagen kaum Folgekosten. Also keine Klimaschäden, keinen Atommüll und keine radioaktive Verseuchungen, die zu Krebs führen. Die EE-Versorgung müssen wir flankieren mit Verbesserungen beim Lastmanagement, dem Stromnetzverbund und den Speichern.

So schaffen wir eine enkeltaugliche Stromversorgung. J


20.7.2015 - Stellungnahme zu Leserbrief eines Windkraftgegners im Allgäu

Liebe Mitglieder des Bund Naturschutz!

Fast täglich bekomme ich E-Mails von Windkraftgegnern. Einem, den ich wegen seiner früheren Arbeiten schätze, habe ich jetzt nicht diplomatisch sondern deutlich geantwortet... Er hat im Allgäu mit einem Leserbrief gegen die Windkraft gewettert und behauptet, uns Windkraftleuten sei der Vogelschutz egal. Dann schlug er als Alternative das Energiesparen vor.

In meinem ersten Mail an ihn habe ich darauf hingewiesen, dass durch kolossale Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft wie auch durch zu viel Autoverkehr und zu viel Landschafts­verbrauch infolge Ausweisung neuer und überflüssiger Gewerbegebiete (Alternativen: Fabriken wieder flächensparend mehrstöckig bauen und bevorzugt brachliegende Industrie- und Gewerbegebiete nutzen; Wachstumsideologie abschwören) unsere Vogelbestände schwinden. Dass an Windrädern vergleichsweise wenig Vögel zu Schaden kommen. Und dass die menschengemachte schnelle Erderwärmung den Pflanzen- und Tierarten viel mehr zu schaffen macht und wir deswegen und zur Eindämmung der Atomgefahren die Energiewende dringend brauchen.

Dazu Informationen des FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.:

Energiesparen und Effizienz

Atommüllentsorgung


Heute deutscher Solar-Allzeitrekord

Medienerklärung 20. Mai 2015 von Raimund Kamm, Energiebeauftragter der BN-Kreisgruppe Augsburg

 

Heute deutscher Solar-Allzeitrekord

Mit 26,3 Gigawatt (GW) haben heute Mittag die deutschen Solaranlagen so viel Strom erzeugt wie nie zuvor. In der Spitze wurde fast 40 % des in Deutschland verbrauchten Stroms aus den Solaranlagen unseres Landes geliefert. Dementsprechend laufen beispielsweise bei RWE die Kohlekraftwerke stark gedrosselt.

Heute kann Deutschland wieder einmal einen Rekord feiern. So viel Strom wurde aus den Photovoltaikanlagen nie zuvor geliefert. Und das ohne Verbrauch endlicher Rohstoffe und ohne Freisetzung klimaschädlicher Abgase und ohne Produktion tödlichen Mülls.

Dementsprechend arbeiten heute die Gas- und Kohlekraftwerke von RWE mit geringer Leistung und machen weniger Müll. Dies ist der Erfolg von einigen unermüdlichen Umweltschützern, einigen weitblickenden Politikerinnen und einigen wagemutigen Unternehmern.

Aber die Altkonzerne, die die technischen Fortschritte bei Solar- und Windtechnik boykottiert und verschlafen haben, kommen so in immer größere wirtschaftliche Schwierigkeiten. Sie lassen ihre Politiker Gabriel, Merkel, Seehofer (GMS) weiter das Volk glauben machen, sie wollten eine Energiewende. In Wirklichkeit versuchen GMS das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) so zu verschlechtern, dass die Energiewende ganz langsam wird. Ähnlich gehen sie mit schikanösen Abstandsregeln gegen den Windkraftausbau vor.

Die üblen drei Parteivorsitzenden werden die Energiewende nicht stoppen aber verlangsamen können. Und so erzeugt Deutschland weiter viel zu viel CO2. Und so wird jeden Tag, an dem das AKW Gundremmingen voll läuft, dreimal so viel langdauernde Radioaktivität neu erzeugt, wie insgesamt in allen Atommüllfässern der Asse steckt.