14.7.2017 Öffentliche Podiumsdiskussion mit Kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien im Landkreis Augsburg

Bauprojekte kosten mehr als Geld

Politik und Bund Naturschutz diskutieren am Freitag, 14. Juli, in Stadtbergen

Für jedes Bauprojekt wird nicht nur mit Geld bezahlt, sondern auch mit Grünflächen, die für Natur, Land- und Forstwirtschaft endgültig verloren gehen. Dieser Preis wird in den Kostenrechnungen der Bauvorhaben nicht berücksichtigt.

Der Landkreis Augsburg liegt beim Flächenverbrauch unter allen Landkreisen in Bayern bereits an zweiter Stelle und viele weitere Gewerbe-, Wohn- und Straßenbauvorhaben sind in Planung. Durch die kürzlich erfolgte Lockerung der Bauvorschriften ist sogar noch eine Steigerung der Bautätigkeit absehbar.

Diese Entwicklung hat die Kreisgruppe Augsburg des Bund Naturschutz zum Anlass genommen, Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien einzuladen zu einer Podiumsdiskussion. Es soll um die Frage gehen, ob für die Bauvorhaben in Augsburg und Umgebung inzwischen zu viel an Artenvielfalt, Landschaft und Lebensqualität geopfert wird.

Teilnehmen waren Herbert Woerlein (SPD), Franz Bossek (Bündnis 90/Die Grünen), Hansjörg Durz (CSU).

Link zum Bericht in der Augsburger Allgemeinen


31.5.2017 aktionsbündnis sieht Rot

Zeitungsbericht in der Stadtzeitung über die Aufstellung der "Monster-Skulptur" von Stefan Kreppold an der B2-Ortseinfahrt von Kissing.

Link zum Zeitungsartikel


23.3.2017 - Presseerklärung: Osttangentengegner sehen Planungsbeginn kritisch

Das staatliche Bauamt hat in seiner Presseerklärung vom 13.3.2017 angekündigt, mit den Planungen für die Osttangente zwischen Derching und Mering zu beginnen. Gleichzeitig wurde der Planungskorridor veröffentlicht (siehe Abbildung). Laut Bauamt stellt dieser noch keine Vorentscheidung für den tatsächlichen Trassenverlauf dar. Die Planungen sollen in ca. zwei Jahren abgeschlossen sein und dann voraussichtlich in ein Raumordnungsverfahren münden. Zuvor sollen öffentliche Anhörungen erfolgen. Das Aktionsbündnis Keine Osttangente begrüßt laut seinem zweiten Sprecher Stephan Kreppold einerseits den Beginn der Planungen, da dadurch klarer wird, was tatsächlich auf die Menschen zukommt. Der Planungskorridor zeige nämlich, dass neben den bisher ins Auge gefassten Gebieten auch der Meringer Norden und der Kissinger Süden stark betroffen sein könnten. Andererseits wird darauf verwiesen, das laut der kürzlich veröffentlichten INRIX-Verkehrsstudie, Augsburg zu den Städten in Deutschland gehört, die am wenigsten unter Staus zu leiden haben. Dies betreffe ganz besonders die Ein- und Ausfallstraßen. "Der Bedarf für die Osttangente ist daher überhaupt nicht gegeben, besonders wenn man die ganz erheblichen Auswirkungen auf Natur, Naherholung und Anwohner in Kissing, Mering, Friedberg, Derching und St-Anton-Siedlung berücksichtigt", so der Sprecher des Bündnisses. Weiterhin macht er deutlich, dass der vierte Abschnitt zwischen Königsbrunn und Mering bewusst ausgeklammert wurde, um die wahre Dimension des Vorhabens zu verschleiern und die Bevölkerung ruhig zu stellen, dies sei eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit. Das Aktionsbündnis verweist darauf, dass allein der Planungsprozess mindestens 10 Millionen Euro kosten wird und dieses Geld besser angelegt wäre z.B. in Schallschutzmaßnahmen an der B2. Stattdessen würde nur noch mehr Verkehr in die Region gebracht werden. Die versprochene Entlastung der Bürger in Kissing und Friedberg würde durch die Zunahme des Verkehrs infolge der Achsenwirkung der Straße auf keinen Fall erreicht.

Dr. Wolfhard von Thienen - Sprecher Aktionsbündnis Keine Osttangente
Sachsengässchen 3 D-86415 Mering Tel. 0160-90448280 08233-31286 w@thienen.de 


Osttangente - Presseerklärung (21.2.2017)

Aktionsbündnis sieht sich in Ablehnung der Osttangente durch Verkehrsstudie bestätigt

Eine kürzlich veröffentlichte weltweite Verkehrsstudie belegt, dass Augsburg zu den am wenigsten durch Staus belasteten Städten in Deutschland gehört. In der von der Firma INRIX-Research veröffentlichten Studie, wurden mehr als 1.000 Städte weltweit analysiert. Darunter 62 Städte in Deutschland und 10 Städte in Bayern. Innerhalb Bayerns steht Augsburg auf Rang 7 von 10 Städten. Im Vergleich zu München verbringen Augsburger weniger als ein Drittel der Zeit in Staus.   Link zur Studie (in Englisch)


Osttangente - Presseerklärung (15.11.16)

Petition gegen Osttangente abgeschlossen - Bündnis fordert Bürgerdialoge

Diese Petition des "Aktionsbündnis keine Osttangente A-KO" an den Deutschen Bundestag gegen die Osttangente wurde vom Petitionsausschuss angenommen und online gestellt.

Bis Anfang November konnte man diese Petition auf dem Online-Portal des Petitionsausschusses unterschreiben.
Hier der Link:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2016/_09/_29/Petition_67845.html

weiter


10.10.2016 - Osttangente im Bundesverkehrswegeplan 2030

Die Osttangente ist bekanntlich in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan, den die Bundesregierung dem Bundestag zur Beschlussfasung vorlegen wird, trotz aller lokaler Proteste aufgenommen worden. Das Aktionsbündnis keine Osttangente A-KO, in dem auch die BN-Kreisgruppe Mitglied ist wird auch weiterhin gegen die Realisierung dieses umweltszerstörenden Verkehrsprojekt kämpfen.
Presseerklärung zum Besuch von MdB Valerie Wilms beim Aktionsbündnis Keine Osttangente
Aktionsbündnis

Aktionsbündnis


Osttangente - Menschenkette am 24.10.2015

bei der Kissinger Heide am Samstag, dem 24.10.2015 , auf, um zu zeigen, wie breit die Osttangente die Landschaft durchschneiden wird.

hier der Link zum Fernsehbitrag von Augsburg-TV www.augsburg.tv/mediathek/page/2/video/osttangente-2/


Flächenverbrauch im Augsburger Raum

Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, in welch ungeheuren Ausmaß auch im Augsburger Raum der Flächenverbrauch in den letzten Jahrzehnten fortgeschritten ist.
Ein solches Beispiel ist das von allen Lokalpolitikern und auch der Presse bejubelte Güterverkehrszentrum an der A 8 und der Bahnlinie Augsburg - Nürnberg bei Augsburg, Gersthofen und Neusäß, eine riesige Fläche (siehe Photo), die noch vor 20 Jahren Ackerland oder Weide mit Schafherden war. Sie wird nun sukzessive überbaut.

Bei der Planung galt als Hauptmerkmal die Verbindung von Straße und Bahn, um den Güterverkehr auf die Schiene zu lenken. Bis heute gibt es aber noch keinen Gleisanschluss. Das immerhin wird auch in dem ansonsten eher begeisterten Zeitungsartikel bemängelt.

weiter zum Artikel in der Augsburger Allgemeinen

Pressemitteilung des BN-Landesverbandes zum Beispiel Graben vom April 2016: BAYERN QUO VADIS: GEWERBEBREI ODER HEIMATLANDSCHAFT Vorstellung einer Luftbilddokumentation am Beispiel des Großraumes Augsburg
11.5.16 Bedrohung aus Beton - Artikel in der Augsburger Stadtzeitung


Deutscher Enzian in Bahngrube Kissing

Dieses Bild von einem Deutschen Enzian konnte nach der Menschenkette-Veranstaltung bei Kissing (also Ende Oktober) in der Bahngrube Kissing, die ja wohl durch das Osttangenten-Projekt zerstört würde, gemacht werden.


B2 Osttangente Augsburg - Übersichtslageplan


11.7.2015 - Petition: Keine Autobahn durch die Lechauen

Mit der sogenannten "Osttangente" soll eine autobahnähnliche, 4-spurige Bundesstraße zwischen der A8 bei Derching und der B17 bei Königsbrunn durch die Lechauen östlich und südlich von Augsburg gebaut werden. Die geplante Trasse führt durch bedeutende Naturschutz-, Naherholungs und Wasserschutzgebiete entlang des Lech. Erklärtes Ziel der bayerischen Staatsregierung ist es, den Nord-Süd-Verkehr (zwischen A96 und A8) auf dieser Trasse zu bündeln. Damit wird faktisch ein Autobahnring im Osten von Augsburg geschaffen, der massiven Verkehr anziehen und durch die Region führen wird. Geplant ist weiterhin, entlang der neuen Trasse Großgewerbe und Industrie anzusiedeln. Dies wird das Gesicht unserer Region in den nächsten Jahren nachhaltig verändern.


Wir fordern den Bundesverkehrsminister auf, das Vorhaben nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen und es nicht unter "vordringlich" einzustufen.

Hier der Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-autobahn-durch-die-lechauen

Und zum Aktionsbündnis: http://keine-osttangente.de/


Beispiel Flächenverbrauch im Straßenbau im Raum Augsburg (August 2015)

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Kampf gegen die Augsburger Osttangente soll hier mit einem weiteren schon existierenden Beispiel auf den ungeheuren Flächenverbrauch, der auch bei diesem geplanten Straßenbauvorhaben zu erwarten ist, hingewiesen werden.

Neben dem inzwischen schon landesweit bekannten "Los Angeles Ring" an der B 2  bei Gersthofen gibt es auch in Augsburg ein weniger bekanntes Beispiel für den exorbitanten, jedes Maß überschreitenden Flächenverbrauch im Straßenbau.

Das Bild ganz unten aus der Augsburger Allgemeinen vom 20.2.2014 (Foto Ulrich Wagner) zeigt die Anschlussstelle Leitershofen/Pfersee an der B 17 nahe dem neuen Wohngebiet Sheridan-Park. (Anmerkung am Rande: Die Bildunterschrift beschäftigt sich natürlich nicht mit einem Problem des Straßenbaus)


Das "NGO-Luftverkehrskonzept" (August 2014)

Luftverkehr: Mehr Konzept, weniger Emissionen

Das Bundesverkehrsministerium plant bis 2016 ein neues Luftverkehrskonzept. Klimaschutz und Nachhaltigkeit bleiben auf der Strecke. Deshalb hat eine Allianz von NGOs unter Federführung des BUND ein alternatives Konzept erarbeitet. Das Ergebnis: Wir brauchen keine neuen Landebahnen, sondern eine sinnvolle Verkehrsverlagerung.

weiter


Augsburger Regional-S-Bahn

Seit 1996 fordert die BN-Kreisgruppe Augsburg die Einrichtung einer Regional-S-Bahn für die Augsburger Region. Von Raimund Kamm stammt die Zusammenstellung unserer Forderungen:

Was ist eine Regional-S-Bahn?

  1. Die Züge kommen aus der Region und durchqueren die Stadt. An modernen Haltepunkten werden sie attraktiv mit Tram, Bus, PKW und Rad verknüpft.

  2. Wer muß die Regional-S-Bahn verwirklichen und bezahlen?
    Seit 1.1.1996 sind die Länder für Bestellung + Bezahlung aller Nah- und Regionalzüge zuständig. Also auch für S-Bahnen. Insofern muß der Freistaat Bayern die Regional-S-Bahn verwirklichen. Aber das tut er nur, wenn unser Augsburger Raum dies fordert  --  und zwar kräftig und laut!

  3. Braucht es dafür neue Gleise und neue Züge?
    ARS soll aus den jetzigen Regionalzügen entwickelt werden. Sie fährt auf den vorhandenen Gleisen. An Engpässen müssen neue gebaut werden. Natürlich brauchen wir moderne S-Bahn-Züge!

  4. Vorteile der Regional-S-Bahn

    • Dichter Takt. In den Hauptverkehrszeiten 15', sonst 20' – 30'
    • Komfortables Umsteigen in: Neusäß, A-Oberhausen, HBF,
    • Haunstetter Straße, Hochzoll und Mering
    • Neue Haltepunkte: Bärenkeller, Vogelsang/Biburg, Mödishofen
    • Schnellstes, modernstes und attraktivstes Verkehrsmittel der Region
    • Aushängeschild des Umweltkompetenzzentrums Augsburg und Schwaben

Seit Jahren arbeiten Einzelne vom Bund Naturschutz, von Pro Bahn und von den GRÜNEN für einen modernen Bahnverkehr im Raum Augsburg. Nach der schwungvollen Diedorfer Erklärung im Herbst 1996 sah es im Sommer 1998 deprimierend aus: Staatsregierung und die Mehrheit im Landtag lehnten mit dem SCHIENENNAHVERKEHRSPLAN des FREISTAATS BAYERN die Wünsche aus der Region Augsburg ab. Besonders entmutigend war, daß von den zuständigen Landtagsabgeordneten (Schienenpersonennahverkehr muß vom Land geplant, bestellt und bezahlt werden) des Raumes Augsburg kein ernsthafter Einsatz für dieses Projekt zu beobachten war. R.K.