Öko-Tipps

Vögel füttern im Winter?

Draußen fallen die Temperaturen und viele Menschen wollen jetzt den Vögeln helfen, indem sie sie füttern. Doch brauchen Vögel das Winterfutter tatsächlich zum Überleben? Wie kann man sonst helfen?

Über 90 Prozent der heimischen Brutvogelarten, vor allem die seltenen und bedrohten Arten, kommen gar nicht ans Futterhäuschen. Während häufige Arten wie Meisen und Amseln am Futterhäuschen wie im Paradies leben, haben Vogelarten, denen es besonders schlecht geht, kaum etwas davon. Im Gegenteil: Die Winterfütterung verschafft häufigen und an den Menschen angepassten Arten einen weiteren Konkurrenzvorteil.

Der starke Rückgang vieler Vogelarten ist nicht auf den winterlichen Nahrungsengpass zurückzuführen. Daran sind sie seit Urzeiten angepasst. Entscheidend ist, ob die Vögel einen geeigneten Lebensraum für sich finden. Der Rückgang vieler heimischer Vogelarten geht auf den Verlust oder die Verschlechterung ihrer Lebensräume zurück. Ernsthaft bedrohte Vogelarten kann eine Winterfütterung nicht retten. 

Vielmehr entsteht im nächsten Frühjahr ein noch härterer Konkurrenzkampf um Nahrung und Brutplätze, da auch schwache und kranke Vögel den Winter durch die Fütterung überlebt haben. Vögel, die Winterfutter nicht annehmen oder nicht hier überwintern, geraten weiter ins Hintertreffen.

Wie können wir den Vögeln helfen?

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Gartentipps für Artenvielfalt (20.5.2019 - Tag der Biene)

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Bezugsquellen von Gemüse- und Wildkräutersaatgut

Der Verlust an Biodiversität betrifft nicht nur Wildpflanzen sondern auch die Sortenvielfalt unserer heimischen Nahrungspflanzen. Inzwischen haben vor allem Hybridsorten den Markt erobert, die häufig höhere Erträge bringen. Samen aus Hybridsorten sind aber in der Regel für den eigenen Nachbau nicht geeignet. In der folgenden Liste finden Sie Adressen von Saatgutanbietern, die alte Sorten, die auch für den Nachbau geeignet sind, anbieten. Viele der Anbieter arbeiten auch nach den Regeln des ökologischen Landbaus (z.B. Demeter, Bioland, Naturland, Biokreis). Die Liste stellt nur eine Auswahl von Anbietern dar und ist damit nicht vollständig.

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Hähne und Birnen wechseln

Sparen Sie Wasser, Wärme und Strom, wo immer es geht. So entschärfen Sie Ihre nächste Kostenabrechnung — und schonen zudem unsere Umwelt. Hier die wichtigsten Maßnahmen, für Mieter wie Hausbesitzer.

In viele Haushaltskassen reißt die Abrechnung der Nebenkosten ein großes Loch. Die Preise für Heizöl, Erdgas und Strom steigen seit einigen Jahren sprunghaft an. Auch Wasser ist vielerorts deutlich teurer geworden. Umso mehr lohnt es sich, den Verbrauch zu reduzieren. Sie müssen deshalb nicht zum Asketen werden. Viele kleine intelligente Schritte tun es auch.

Wasser

Trinkwasser ist ein kostbares Gut. Wir sollten der Natur nur sparsam Wasser entziehen und es nicht grundlos verschwenden. Fürs Wasser zahlen wir nicht nur als Trinkwasser, das aus der Leitung fließt. Wir müssen auch für die Reinigung unseres Abwassers aufkommen. Trotz erheblicher Preisunterschiede von Ort zu Ort: bis zu 5 Euro werden so pro Kubikmeter (1.000 Liter) Wasser fällig. Bei ca. 125 Litern Wasser liegt der tägliche Durchschnittsverbrauch in Deutschland derzeit — 80 Liter würden ausreichen. Gut zwei Drittel benötigen wir für Baden-Duschen-Körperpflege und die Toilettenspülung. Hier vor allem lohnt es anzusetzen.

Bekanntlich kostet Duschen deutlich weniger Wasser als Baden, und beim Einseifen, Zähneputzen und Rasieren kann der Hahn ruhig zugedreht werden. Indem Sie hier und da Ihre Gewohnheiten anpassen, lässt sich Wasser am günstigsten sparen.

Moderne Armaturen und kleine Zusatzgeräte helfen darüber hinaus Ihren Verbrauch zu reduzieren — ohne Komfortverlust. So fließen aus sparsamen Duschköpfen nur 9 (statt bis zu 25) Liter pro Minute; dank beigemischter Luftblasen bleibt trotzdem ein voller und zudem weicher Strahl. Alternativ können auch günstige Durchflussbegrenzer zwischen Armatur und Schlauch bzw. auf alle Wasserhähne montiert werden.

Ihr WC-Spülkasten sollte unbedingt über eine Stoppvorrichtung verfügen — so lässt sich die Menge des Spülwassers glatt halbieren. Moderne Kästen senken den Verbrauch zusätzlich. Von Fall zu Fall lohnt sich gerade hier der Einsatz von Regenwasser — lassen Sie sich von Fachleuten beraten! Eine weitere entscheidende Größe sind Wasch- und Spülmaschine. Neue Geräte verbrauchen
deutlich weniger Wasser: Im Standardprogramm liegen die Bestwerte heute bei 37 bis 45 (Waschen/6 kg-Trommel) und 10 bis 14 Litern (Spülen) — oft nur ein Viertel des Verbrauchs älterer Modelle.

Wärme

Am stärksten schlagen sich in der Jahresabrechnung die Heizkosten nieder. Hier lohnt es sich besonders den Verbrauch zu drosseln. Selbst größere Investitionen können sich rasch auszahlen, zumal wenn sich Öl und Gas weiter verteuern. Wer nur richtig heizt und lüftet, spart schon bares Geld: Jedes Grad Raumtemperatur schlägt mit etwa 6 Prozent der Heizkosten zu Buche. Prüfen Sie, ob einzelne Räume nicht etwas weniger Wärme vertragen. Alle Heizkörper sollten unverkleidet in den Raum abstrahlen können — ohne von Vorhängen oder Möbeln abgeschirmt zu werden. Entlüften Sie Ihre Heizkörper zu Beginn jeder Heizperiode. Und lassen Sie möglichst wenig Wärme nach draußen entweichen. Lüften Sie nicht durch ständig gekippte Fenster, sondern indem Sie für wenige Minuten mehrere Fenster weit öffnen: um Schimmel vorzubeugen, wenigstens dreimal täglich.

Ein Großteil der Heizwärme kann über schlecht gedämmte Außenwände und schwach isolierte Dächer, Fenster, Kellerdecken und Leitungsrohre entweichen. Mieter können undichte Ritzen abkleben und sich mit Dämmplatten hinter den Heizkörpern sowie Vorhängen und Rollläden behelfen. Für viele Hausbesitzer zahlt sich eine "energetische Gebäudesanierung" aus. Staatliche Förderprogramme helfen, die Wärme- und Energieverluste zu minimieren. Zu Beginn sollte ein Experte den Sanierungsbedarf schätzen. Als Dämmstoff empfiehlt der BUND schadstoffarme, nachwachsende Naturmaterialien wie Holzfaser, Kokos, Hanf, Zellulose oder Wolle.

Teil der Sanierung kann auch eine ganz neue Heizung sein. Wer unabhängig von fossilen Brennstoffen werden will und ein umweltfreundliches System sucht, dem empfiehlt der BUND als Heizstoff Holzpellets — kleine Presslinge aus Restholz, das in der Forstwirtschaft anfällt. Was in Schweden oder Österreich bereits zum Standard zählt, findet auch hierzulande immer neue Anhänger. Ähnliches gilt für Sonnenkollektoren, die Wasser zum Heizen und Waschen erwärmen: Die Solarthermie wurde in den letzten Jahren weit fortentwickelt und birgt ein hohes Sparpotenzial.

Wer nicht gleich das komplette Heizsystem modernisieren will, sollte seine Heizung zumindest optimal einstellen. Prüfen Sie einen hydraulischen Abgleich (www.meine-heizung.de). Speziell ältere Heizungspumpen sind sehr oft überdimensioniert und können wahre Stromfresser sein!

Strom

Mindestens 30 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland können kurzfristig eingespart werden. Ein Haushalt kann seine Kosten so um mehrere Hundert Euro im Jahr senken. Die größten Stromfresser sind Heizungspumpe, Elektroherd, Gefrier- und Kühlgeräte, Fernseher, Beleuchtung und Wäschetrockner. Ihr Verbrauch hängt stark davon ab, ob Sie ein neues Sparmodell oder aber ein uraltes Erbstück am Netz hängen haben. Auskunft gibt Ihnen ein Messgerät für ca. 20 Euro, das viele Beratungsstellen gratis verleihen; und die BUND-Ratgeber (siehe Kästen).

Beim Neukauf elektronischer Geräte sollte der Stromverbrauch jedenfalls immer mitbedacht werden. So hat der BUND ermittelt, dass der Kauf eines sparsamen Fernsehers die Stromkosten um bis zu 400 Euro verringern kann www.bund.net/tv-finder. Und Energiesparlampen* sowie LED-Lampen sind langlebig, sparsam, in jeder Größe und vielfältiger Lichtfarbe zu haben.

Sicher am überflüssigsten ist der Dauerverbrauch von Elektrogeräten, die überhaupt nicht angeschaltet sind: Ihr Bereitschaftsmodus (Stand-by) zieht unentwegt Strom aus der Leitung. Anderen Geräten fehlt ein echter Aus-Schalter. Hier hilft nur eines: Ziehen Sie den Stecker! Oder — das ist bequemer — bedienen Sie sich einer schaltbaren Steckdosenleiste.

Kleine Kniffe sparen viel Energie: Kühler als acht Grad sollte es im Kühlschrank nicht sein (schaffen Sie sich einen kleinen Thermometer an!), ein Herd muss nie vorgeheizt werden, ein Topf sollte einen Deckel tragen, und normale Schmutzwäsche wird auch ohne Vorwaschen sauber.

Wer all dies beherzigt, hat am Ende des Jahres garantiert mehr Geld übrig. Geld, das zudem noch viel zu oft im Rachen der großen Atomstromkonzerne verschwindet — statt bei einem der freundlichen, vom BUND empfohlenen Ökostromanbieter.

Weitere Informationen

  • Haben Sie noch Fragen? Dann wenden Sie sich bitte an den Info-Service des BUND, Tel. (0 30) 2 75 86-4 69, info@bund.net


* Übrigens: Der BUND fordert die Hersteller auf, strahlungs- und schadstoffärmere Energiesparlampen anzubieten und die Rückführung der Lampen zu verbessern. Elektrosensiblen Menschen kann ihre Verwendung körpernah noch nicht empfohlen werden.

Die besten Tipps

Ob Strom, Wärme oder Wasser – überall in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus bieten sich Möglichkeiten, Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen. Nutzen Sie die Ratgeber im Internet – von www.bund-wassersparinfo.de über die Tipps auf www.bund.net/stromsparen bis zu den Produktempfehlungen auf www.ecotopten.de und www.blauer-engel-produktwelt.de. Oder besorgen Sie sich eine der folgenden Publikationen:

Lassen Sie sich beraten

  • Ob Strom, Wärme oder Wasser — überall in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus bieten sich Möglichkeiten, Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen. Nutzen Sie die Ratgeber im Internet — von
    den Tipps auf www.bund.net/stromsparen über
    www.bund-wassersparinfo.de bis zu den Produktempfehlungen auf
    www.ecotopten.de und www.blauer-engel-produktwelt.de.
  • Oder besorgen Sie sich eine der folgenden Publikationen:
    • Das kostenlose BUND-Stromspar-1×1, BUND-Infoservice, info@bund.net, Tel. (0 30) 27 58 64 69
    • BUND-Jahrbuch "Ökologisch Bauen & Renovieren" 2013, 244 S., 8,90 €,  www.bundladen.de/oekologischbauen, Tel. (0 30) 27 58 64 80
    • Stiftung Warentest, Das Energiesparbuch, 176 S., 12,90 €
  • Wer sein Heim fit für die Zukunft machen will, sollte sich von einem unabhängigen Fachmann beraten lassen. Er macht eine fundierte Bestandsaufnahme, identifiziert Stromfresser oder Ölschlucker und gibt konkrete Spartipps. Mitunter hat er sogar einige Energiesparutensilien kostenlos parat. Einen Schuss Motivation gibt es gratis. Die Beratung kostet wenig bis gar nichts. Also — beste Chancen, um Energiesparmeister zu werden. Bundesweite Beratung: www.stromspar-check.de (Caritas,
    Energie- und Klimaschutzagenturen), 
    www.verbraucherzentrale-energieberatung.de (Verbraucherzentralen)
  • BUND regional in Berlin: www.berliner-energiecheck.de

Frösche und Kröten wandern wieder!

 

Nicht nur wir Menschen genießen das lang erwartete Ende des Winters: Frösche, Kröten und Molche wandern jetzt um etwa einen Monat verspätet zu ihren Hochzeitsplätzen. Rund 6.000 freiwillige Helfer des BUND Naturschutz (BN) helfen den Tieren über die Straßen. Autofahrer bitte aufpassen!

Überall in Bayern sind schon Amphibienzäune aufgebaut, um ca. 700.000 Amphibien vor dem Straßentod zu retten. Aber nicht nur Fahrzeuge, sondern auch der massive Einsatz von Pestiziden gefährden die Tiere in bisher ungeahntem Ausmaß!

Nach wenigen warmen Tagen Anfang März kam die diesjährige Amphibienwanderung wegen zu niedriger Temperaturen landesweit komplett zum Erliegen. Amphibien brauchen feuchtwarme Nächte mit über fünf Grad zum Wandern. In den nächsten Tagen wird daher die jährliche Wanderung voll einsetzen. Daher wurden auch dieses Jahr an rund 450 der in Bayern bekannten 1385 Straßenabschnitte mit Amphibienwanderungen spezielle Fangzäune aufgestellt. Rund 6000 Naturschützer werden die Tiere über die Straßen tragen und so zumindest diese Gefahr mindern. Der BUND Naturschutz bittet alle Autofahrer, an diesen Stellen besonders vorsichtig zu fahren: Nicht nur Amphibien, sondern auch die ehrenamtlichen Helfer des BUND Naturschutz sind hier gefährdet!

Die ersten Frösche nutzten schon die warmen Tage Anfang März, einige laichten sogar schon ab. Die Rückkehr des Winters zerstörte Teile des Laichs, ein natürliches Ereignis, auf das die Arten angepasst sind. Nicht ins Verhaltensspektrum gehören aber Straßen: Ganze Populationen können dadurch ausgelöscht werden. „Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden an starken Amphibienwanderwegen tote Amphibien mit dem Schneeräumer beseitigt. Heute sind in Bayern schon Amphibienwanderwege mit gerade einmal 2.000 Tieren von landesweiter Bedeutung“ stellt BN-Artenschutzreferent Kai Frobel fest.

Große Sorge bereiten den Amphibienschützern neue Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen des Gifteinsatzes in der konventionellen Landwirtschaft. Wie eine aktuelle Studie der Universität Koblenz-Landau zeigt, kann schon der Einsatz der den Landwirten empfohlenen, üblichen Menge an Fungiziden, Herbiziden und Insektiziden bei Grasfröschen zu einer Sterblichkeitsrate von bis zu 100 Prozent führen! Sie fanden, dass Frösche die tödlichen Pestizide direkt über die Haut aufnehmen. Damit befinden sich Amphibien nach Auffassung des BUND Naturschutz in einem regelrechten Zangenangriff aus Pkw und Pestiziden. Nicht zuletzt deswegen setzt sich der BUND Naturschutz für die ökologische Landwirtschaft ein, die ohne Pestizide arbeitet!


Für Rückfragen

Ulrike Geise
Amphibienexpertin
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 0 93 86 / 9 01 61
ulrike.geise@bund-naturschutz.de

Dr. Kai Frobel
Artenschutzreferent
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel. 09 11 / 8 18 78 18
kai.frobel@bund-naturschutz.de


Igeln richtig helfen

Die Igel fressen sich derzeit noch den überlebenswichtigen Winterspeck an. Viele Menschen wollen helfen. Dabei gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie wirklich helfen können. weiter


So wird Ihr Garten oder Balkon zum Bienenparadies

Pflanzen und Nisthilfen schützen Wildbienen – Unsere Tipps für Balkon, Terrasse und Garten

Der BUND setzt sich auf politischer Ebene für eine natur- und wildbienenfreundliche Landwirtschafts- und Umweltpolitik ein. Zahlreiche Menschen engagieren sich zudem in BUND-Gruppen und betreuen Schutzprojekte. Aber auch Sie können – ohne viel Aufwand – etwas für die Bienen tun! Zum Beispiel mit Wildblumenwiesen oder "Insektenhotels". Der BUND gibt Tipps für Balkon, Terrasse und Garten. weiter

Pflanzen für Wildbienen - Bienenweiden für Garten und Balkon


Welche Hummel ist das?

Frag die Hummel-Hotline!

Hummeln sind beliebt. In Deutschland gibt es 41 Arten von ihnen - aber welche habe ich gerade vor mir? Wir verraten es Ihnen! Einfach die Hummel fotografieren und uns das Bild per WhatsApp oder Mail schicken.

Das Hummeltelefon-Team antwortet mit dem Namen der Hummel-Art  und Informationen rund um Ihre Hummel. 

1.    Telefonnummer der Hummel-Hotline zu Ihren Kontakten hinzufügen: 01 51 / 18 46 01 63
2.    Hummel mit WhatsApp fotografieren und Foto an die Hummel-Hotline senden.
3.    Unsere Experten antworten sagen Ihnen, welchen Hummel-Art Sie entdeckt haben.

Gerne können Sie Ihr Hummel-Foto auch per Mail an uns schicken: hummelfund@ifbi.net

Die Hummel-Hotline ist ein Gemeinschaftsprojekt des BUND Naturschutz (BN) und des Institut für Biodiversitätsinformation (IFBI). weiter zu den Apps


Wildbienen ein Haus bauen

Holzblöcke, Schilfbündel und Totholz

Durch das Einrichten von Nisthilfen können Sie Wildbienen unterstützen.

Auch hier gilt: Je vielfältiger das Angebot an Nistmöglichkeiten, desto grö-ßer die Chance, dass sich verschieden Arten bei Ihnen ansiedeln. Für eine Nisthilfe aus Holzbohren Sie fünf bis zehn Zentimeter tiefe Löcher mit einem Durchmesser von zwei bis neun Millimetern in abgelagerte, unbehandelte Hartholzblöcke.

Bohren Sie dabei quer zur Ringmaserung, so kann später keine Feuchtigkeit in die Brutröhren eindringen. Damit die Wildbienen sich nicht verletzen, müssen Sie dann noch die Holzsplitter mit feinem Schleifpapier entfernen.

Oder bauen Sie aus handelsüblichen Bambusstäben eine Nisthilfe.

Sägen Sie hierfür Stäbe mit einem Innendurchmesser von drei bis neun Millimetern hinter dem Knoten auf eine Länge von zehn bis zwanzig Zentimetern und bündeln Sie sie.

Stellen Sie die Nisthilfen – vor Regen geschützt – an sonnigen Stellen auf. Wildbienenarten, die für ihre Nester Löscher in Holzknabbern, können Sie einen Stapel aus morschem Holz anbieten. Auch durch Nichtstun können Sie helfen: Lassen Sie im Herbst Ihre verblühten Stauden stehenund schneiden Sie sie nicht zurück.

Hier finden Wildbienen Unterschlupf für den Winter.

Weitersagen!

Wenn Sie Ihren Garten zu einem kleinen Wildbienenparadies gemacht haben, können Sie ihn auch gerne herzeigen... Erklären Sie Ihren FreundInnen und NachbarInnen, was Sie erreicht haben und zeigen Sie ihnen, wie attraktiv ein wildbienen-freundlicher Garten oder Balkon sein kann!

weitere Informationen