Mitmachen bei der Solawi Augsburg!

Die Solidarische Landwirtschaft Augsburg setzt Alternative zum Agrobusiness – Kooperation statt Konkurrenz

Nach einem Pilotjahr in 2014 hat sich die Solidarische Landwirtschaft Augsburg (Solawi) mit mittlerweile vier Landwirten/Gärtnern in Augsburg gut etabliert. Damit gibt es in unserer Stadt eine Alternative zum Agrobusiness und zur Marktabhängigkeit. Denn die Landwirte kommen aus der Region und liefern direkt an die Abnehmer. Diese sind allerdings keine gewöhnlichen Konsumenten. Denn sie sind wie die Landwirte Teil der Solawi, sie heißen „Stadtwirte“. Sie werden Teil des Projekts, sie reden mit bei der Planung, beim Anbau und der Fruchtfolge. Die Stadtwirte organisieren die Verteilung bis in die Stadtteile hinein. Bei Hofbesuchen finden direkte Begegnungen mit den Landwirten statt und wer kann, hilft mit bei der Ernte. Für die Landwirte ist damit der Anbau planbar, der Vernichtung von Lebensmitteln wird damit entgegengearbeitet. Eine garantierte Abnahme zu vereinbarten Preisen nimmt den Landwirten den Druck, für einen unkalkulierbaren Markt anbauen und sich dem Preisdiktat des Großhandels unterwerfen zu müssen.

Die Landwirte bauen auf bio-ökologischer Grundlage an. Damit ist für hohe Qualität und Nachhaltigkeit des Anbaus gesorgt. Die Stadtwirte verpflichten sich für ein Jahr, „Ernteanteile“ abzunehmen. Ein Ernteanteil umfasst das Gemüse, das saisonal gerade geliefert werden kann. Ein Ernteanteil für eine Person kostet derzeit 53€, der doppelte Ernteanteil für Familien liegt bei 93€ im Monat. Die Verteilung findet jeweils am Montag Abend (Innenstadt) bzw. Dienstag Abend (dezentrale Stadtteildepots) statt. Momentan gibt es dezentrale Depots in Pfersee, Senkelbach, Hochzoll, Göggingen, Haunstetten und seit 01.09.2018 auch in Bobingen-Straßberg.

Die Solawi lebt von einer Beteiligung der Mitglieder, alle Tätigkeiten erfolgen auf ehrenamtlicher Basis. Eine erlebnisreiche und immer auch weiterbildende Möglichkeit sich einzubringen ist die Mithilfe bei den Landwirten. Egal, ob wir gemeinsam säen, ein Gewächshaus im Frühling vorbereiten oder letztlich dann gemeinsam ernten - jede Feldaktion ist eine schöne Gemeinschaftsaktion, die Transparenz und Vertrauen schafft, ein Gemeinschaftsgefühl entstehen lässt und meistens in einem fröhlichen und kulinarischen Zusammensein endet.

Die Solawi-Augsburg hat Kapazitäten, weitere Stadtwirte aufzunehmen. Wer Interesse hat, kann sich unter folgender Adresse melden: info@solidarische-landwirtschaft-augsburg.de

Weitere Infos unter http://www.solidarische-landwirtschaft-augsburg.de/ oder bei unserem Monatstreffen. Dies findet immer am letzten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr in der Weißen Gase 3, Augsburg (über dem Weltladen) statt. Interessierte sind uns immer herzlich Willkommen!

Träger der Solawi-Augsburg ist ein gemeinnütziger Verein:

das Öko-Sozial-Projekt, das auch für andere Formen der Solidarischen Ökonomie eine Plattform sein möchte. Mehr vom Öko-Sozial-Projekt und der Solawi-Augsburg

unter www.oeko-sozial-projekt.de


Fahrradfreundlicher Gleiszugang im Bahnhof Bobingen

Im Bahnhof Bobingen ist der Zugang zu den Gleisen 2-4 für Radfahrer aufgrund eines fehlenden Aufzugs mit erheblichen Mühen verbunden. Nun trafen sich am 17.08. zu einem Ortstermin ein Vertreter der Bahn, Stadtbaumeister Rainer Thierbach, zwei Vertreter des BUND Naturschutz und der Initiator des Gesprächs, ein engagierten Radler aus Bobingen, um die Machbarkeit von Verbesserungen auszuloten.

Danach hat die Bahn keine Einwände gegen die Errichtung einer Fahrradrinne oder –rampe am Treppenabgang, wenn sie nichts zahlen muss und die Vorrichtung den einschlägigen Vorschriften entspricht.

Eine Fahrradrinne darf nur 20 cm breit sein. Dabei wurden Zweifel laut, ob dies für Fahrräder mit Satteltaschen ausreichend ist. Stadtbaumeister Thierbach erwägt zuerst die Ausführung einer Fahrradrinne in Holz, um die Funktionstüchtigkeit zu prüfen.

Der BUND Bobingen begrüßt die Initiative und hofft, dass bald eine funktionstüchtige Vorrichtung geschaffen wird. Noch mehr zu begrüßen wäre allerdings der Ausbau zu einem komplett barrierefreien Bahnhof. Dieses Ziel scheint jedoch noch in weiter Ferne zu liegen.


Zusammenarbeit Kirche und Bund Naturschutz

Straßberger Firmlinge legen Labyrinth im Bobingen Singoldpark frei

Das von der Jugendgruppe des Bund Naturschutz in Bobingen vor 10 Jahren angelegte Labyrinth im Singoldpark war in die Jahre gekommen. Gras überwuchert die Steine, so dass es nicht mehr sichtbar war.

Nun hatten sich 10 Jugendliche der Firmgruppe aus Straßberg gefunden, um an einem Samstagvormittag das Labyrinth wieder freizulegen.

Nach einer kurzen Einführung durch Frau Schwarzenberger ging es tatkräftig ans Werk.

Kraft und Ausdauer waren für die Arbeit notwendig. Bis Mittag war das Ziel erreicht. Das Labyrinth ist jetzt wieder komplett sichtbar und nutzbar.

 In ihrer Vorbereitung zur Firmung im Oktober bekommen die Firmlinge nicht nur religiöse Hilfestellungen. Ein Teil der Vorbereitung ist es auch, sich in soziale, kirchliche und öffentliche Bereiche als Christinnen und Christen verantwortungsvoll einzubringen. Die Jugendlichen helfen zum Beispiel beim Seniorennachmittag der Pfarrei mit, beteiligen sich bei der Caritas-Sammelaktion, besuchen ältere Mitbürger in Seniorenheimen, begleiten Krankenbesuche und einiges mehr.

Die Pfarrei Heilig Kreuz in Straßberg wurde als erste Pfarreie in der Diözese Augsburg EMAS-zertifiziert (Eco-Management and Audit Scheme, EMAS). Sie hat sich deshalb der Umwelt und der Schöpfung besonders verpflichtet.

Das zeigt sich nicht nur durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kirche oder internen nachhaltigen Maßnahmen zum Umweltschutz, sondern auch durch Unterstützung von Umweltmaßnahmen in der Firmvorbereitung.

So bleibt den Firmlingen Dank zu sagen und ihnen einen guten Weg und gute Wegbegleiter auf ihrem Weg durch das Labyrinth des Lebens und beim Erwachsenwerden in ihrem Glauben und zu wünschen.

Straßberger Firmlinge | Foto: Ottmar Vellinger

Permakultur-Führung am Biohof Hesch

Foto: Ottmar Vellinger

Besuch beim Biohof Hescham 09.Juni 2018

Um den aus dem Vortrag über SoLaWi gewonnenen Eindruck mit Leben zu erfüllen und die dazugehörigen Menschen kennen zu lernen, nutzten wir die Gelegenheit und besuchten einen SoLaWi-Landwirt, den Biohof Hesch in Emersacker.

Die Hofstelle fällt schon durch ein Holzhaus auf. Hinter dem Haus sind Gewächshäuser und ein Gemeinschaftsraum für Begegnungen. In 10 Minuten Entfernung zu Fuß befindet sich eine Fläche, die als Permakultur angelegt ist. Bei Permakultur wird bewusst ein Mikroklima geschaffen – mit Hecken als Wundschutz, mit Wasserflächen und sonnenbeschienenen Erdwällen um ein gesundes. Vielfältiges und der Natur angepasstes Anbaugebiet zu schaffen. Die gezeigte Anlage ist noch relativ neu. So kann ganz gut nachempfunden werden, wie eine vorhandene feuchte Wiese in einen sehr abwechslungsreichen Lebensraum mit besonderem Mikroklima umgestaltet wurde. Gärtner, die einen gepflegten, Beet für Beet strukturierten Garten gewöhnt sind, müssen da etwas umdenken.

Ein interessanter Tag. Eine interessante Anlage mit vielen interessanten Menschen.

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)

Foto: Ottmar Vellinger

Der BUND Naturschutz in Bobingen hatte am 18.April 2018 Referenten von SoLaWi für einen Vortrag gewonnnen.

 Ökologisch – regional – saisonal – gemeinschaftlich - transparent

Die Solawi-Augsburg ist ein Zusammenschluss von Menschen in Stadt und Land. Grundlage ist die Versorgung einer Gruppe von Menschen mit Lebensmittel durch landwirtschaftliche Höfe und Gärtnereien. Höfe und Lebensmittel stammen alle aus der Region.

Die Solawi-Augsburg möchte die klassische Teilung zwischen "Produzenten" und "Konsumenten" aufheben. Die "Entfremdung" der herrschenden Produktionsweise wird durch die Förderung direkter Begegnungen ersetzt. Durch Teilhabe soll ein neues Gefühl der Verbundenheit entstehen. Die gegenseitige Verantwortung soll gestärkt und die Ernte "geteilt" werden.

Wie funktioniert das?

Das von den Landwirten geerntete Gemüse wird unter allen Beziehern ("Stadtwirten") aufgeteilt. Ein Teil davon ist eine "Ernteeinheit". Die Ernteeinheit hat keine feste Menge. Saisonal bedingt kann die Menge größer oder kleiner sein. Beim wöchentlichen Bezug wird die Ernteeinheit immer neu ermittelt und für alle sichtbar an eine Tafel geschrieben. Jeder "Stadtwirt" stellt sich nach diesen Angaben seine Einheit selbst zusammen. Bei den dezentralen Verteilstellen ist die Angabe der Ernteeinheit auf ein Blatt niedergeschrieben.

Die Landwirte erhalten von den Stadtwirten einen Betrag, der über dem Bio-Großhandelspreis, aber unter dem Bio-Einzelhandelspreis liegt. Mit diesem Preis wird einmal der Landwirt und seine Ernte gewürdigt, zum anderen aber auch die ganzjährige "Treue" der Stadtwirte im Bezug der Ernte.

 Auch in Bobingen ist eine Verteilstelle geplant. Sobald diese eingerichtet ist, finden sie die Info dazu auf unserer Homepage.

Wollen Sie genaues wissen? Schauen sie bitte unter http://www.solidarische-landwirtschaft-augsburg.de nach? Für diese Seite übernehmen wir inhaltlich keine Verantwortung.

Öschbergschnitt

Baumschnittkurz | Foto: Ottmar Vellinger

Manfred Herian zeigt am. 24.03.2018 auf der Streuobstwiese des Bund Naturschutz und auf einer jungen privaten Anlage eine besondere Art des Baumschnitts, den „Öschbergschnitt“.

Aus seinem angestammten Wirkungsgebiet im Landkreis Dillingen kam der Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege Manfred Herian um zahlreichen Interessierten den „Öschbergschnitt“ zu zeigen und zu erklären. Diese Schnittart sieht keinen mehrstufigen Kronenaufbau vor. An den Leitästen werden Fruchtäste gezogen. Dies ist – stark verkürzt – das Prinzip dieser Schnittart. Die Obstbäume sollen dadurch pflegeleichter bleiben. Zuerst zeigte Herr Herian den Schnitt selbst, dann ließ er unter Anleitung die Interessierten selbst Hand anlegen. Erst wurde der Erziehungsschnitt bei jungen Bäumen gezeigt, dann auf der 25 Jahre alten Anlage des Bund Naturschutz. Dies war ein sehr kurzweiliger Vormittag, verbunden mit dem Vorsatz, unsere Obstbäume Stück für Stück in diese Richtung umzugestalten. Dies war sicher nicht die letzte gemeinsame Veranstaltung von Bund Naturschutz und dem Gartenbauverein Bobingen.


Effektive Mikroorganismen als Helfer in Haus und Garten

Vortrag von Lucia Bucher am 12.03.2018

Lucia Bucher | Foto: Ottmar Vellinger
Lucia Bucher | Foto: Ottmar Vellinger

Am 12.03, war Lucia Bucher mit ihrem Vortrag „Effektive Mikroorganismen als Helfer in Haus und
Garten in Bobingen. Schon äußerlich beeindruckt Frau Bucher, eine energiegeladene, ganzjährige
Barfußgängerin.

Der Begriff EM steht für die Abkürzung Effektive Mikroorganismen, und beschreibt eine bestimmte
Zusammensetzung von ca. 80 frei in der Natur vorkommenden Mikroorganismen. Zahlreiche
Mikroorganismen, die in EM enthalten sind, werden auch bei der Herstellung von Sauerkraut, Brot
oder Käse eingesetzt. EM wurde ursprünglich vom japanischen Hochschulprofessor Dr. Higa
entdeckt und findet seit ca. 30 Jahren in inzwischen 120 Ländern Verwendung.

Die vermutlich häufigsten Anwendungsbereiche sind im Garten und im Haus. Weiter werden sie in
der Tiergesundheit, in der Landwirtschaft der Gewässerpflege eingesetzt.

Etwas verkürzt kann man sagen, dass EM im Garten im Boden vorhandene Nährstoffe
pflanzenverfügbar machen und die Bodenaktivitäten durch Mikroorganismen positiv beeinflussen
soll. EM wird bereits bei der Kompostbereitung und direkt im Garten verwendet. Häufig wird EM im
Garten zusammen mit Terra Preta eingesetzt. Die „Schwarze Erde“ kann entweder gekauft oder
selbst produziert werden. Terra Preta verbessert die Nährstoffbilanz des Bodens – Nährstoffe und
Bodenfeuchtigkeit bleiben erhalten. Terra Preta bleibt für viele Jahre stabil im Boden verfügbar.

Allergien und Autoimmunerkrankungen nehmen drastisch zu. Im Haus kann mit EM Wasch- und
Putzmittel ersetzt oder stark verringert werden. Besonders auch in der Körperpflege sollte Chemie
so weit wie möglich vermieden werden. Frau Bucher sprüht ihre Haut mit EMA ein, um darauf ein
gesundes Klima zu schaffen und schädliche Bakterien weitestgehend fern zu halten.

Wer mehr dazu wissen will, kann sich im Internet, bei Frau Bucher oder einem anderen Anbieter
informieren. Die Kontaktdaten von Frau Bucher werden auf Anfrage weitergegeben.

Ein interessanter Abend, der viele Anregungen und Angebote zu Vermeidung von Chemie in
unserem Alltag für die Zuhörer zu bieten hatte.


Mahnwache zum 7. Jahrestag von Fukushima am 11.03.2018

Mahnwache | Foto: Ottmar Vellinger

Einen Blick auf die aktuellen Zustände zum 7. Jahrestag des Reaktorunglücks in Fukushima. Das „Normalisierungsdiktat“ der japanischen Regierung ändert nichts an den Tatsachen. Der havarierte Reaktor ist immer noch nicht geborgen und produziert Unmengen an verseuchtem Wasser. Inzwischen ist mehr Radioaktivität in die Umwelt gelangt, als bei dem Unglück 1986 in Tschernobyl. Ärzte in Japan dürfen ihren Patienten gegenüber keinen Zusammenhang herstellen zwischen Krebserkrankungen und dem Reaktorunfall. Die Anzahl der Todesfälle wird drastisch heruntermanipuliert. Noch immer lagern auf öffentlichen Parks Erdhaufen mit stark konterminierter Erde. Kinder dürfen nicht auf Spielplätze. Dies ist nur ein kleiner Auszug der Missstände im Bereich Fukushima.

Dieser Blick nach Japan beflügelte die Forderung, den gefährlichen Siedewasserreaktor von Block C des AKW Gundremmingen sofort außer Betrieb zu nehmen. Es wird täglich Atommüll produziert. Die Störfälle nehmen ständig zu. Die Gefahr einer Verseuchung gegen Ende der vereinbarten Laufzeit bis Ende 2021 nimmt stetig zu.

Dies war der Tenor der Beiträge bei der Demo auf dem Stadtplatz in Bobingen:

Die Säcke unter dem Netz sollen auf den lächerlichen Versuch hinweisen, dass immer noch stark verseuchtes Erdreich öffentlich in Wohngebieten, zum Beispiel in Stadtparks unter normalen Plastikfolien gelagert wird.


Ausgestaltung von zwei Insektennistwänden bei der Firma Wiegel Feuerverzinken in Graben

Im Herbst 2016 wurden wir von Beate Sauerlacher, freiberufliche Landschaftsgärtnerin angesprochen. Sie hatte den Auftrag, eine Renaturierungsfläche bei der Firma Wiegel Feuerverzinken in Graben zu gestalten. Der Auftraggeberwünschte sich auch Insektennistwände.

  Bei einem Informationstreffen würde vereinbart, dass wir, die Bund Naturschutz Ortsgruppe Bobingen die Ausgestaltung der Insektennistwände übernehmen sollten. Um die Ausführung fachlich korrekt zu machen, haben wir uns in einem Fachbuchinformiert und weitere offene Fragen mit Dr. Andreas Fleischmann von der Botanischen Staatssammlung München, einem kundigen und begeisterten Insektenkundler, geklärt. Die ursprüngliche Planung, diese Wände noch im Herbst 2016 aufzustellen wurde bald fallen gelassen, da die Gitterrahmen, die die Fa, Wiegel anfertigen wollte, nicht rechtzeitig fertig waren. Dieser Sachverhalt kam uns sehr entgegen, da wir den Arbeitsaufwand der Vorbereitungen völlig unterschätz hatten.

Zuerst besorgten wir Eschen-Rundlinge mit etwa 1,5 m Länge, deren Längsseite angeschnitten und gehobelt werden mussten. Dann wurden in die Hölzer mit extra langen Bohrern hunderte von Löchern mit einem Durchmesser von 2-8 mm gebohrt. Die Bohrungen sollten sauber und ohne abstehende Holzfasern sein. Einige der dünneren Bohrer sind dabei abgebrochen. 

Als nächstes waren hohle Stängel als Nisthilfe zu organisieren mit einem Durchmesser zwischen 2-8 mm. Zwei Pkw- Anhänger mit Schilf als Ausgangsmaterial waren zurecht zu schneiden. Maschinell ließ sich das Schilf nicht ablängen, da Schilf und andere Gräser Knoten haben. Der Hohlraum bis zu einem Knoten sollte mindestens 10 cm sein – oder mehr. Nur so ist ein entsprechender Bruterfolg gewährleistet. Wenn eine Länge abgeschnitten wurde, ist der nächste Knoten durch ein „Hüllblatt“ verdeckt. So musste Halm für Halm und Schnitt für Schnitt per Hand gemacht werden. Eine Geduldsprobe!

Des Weiteren waren noch Stängel mit weichem Mark zu schneiden wie z. B. Holunder, was etwas einfacher war. Alle zugeschnittenen Stängel wurden in Tondrainagerohre und Weinregalziegel eingebaut. Als nächstes sollten Holzrahmen mit sandigem Lehm gefüllt werden. Ein Mitarbeiter der Firma Lauter gab sich viel Mühe eine Stelle mit entsprechendem Lehm zu finden. Davon holte ich einen Anhänger voll. Es wurden Holzrahmen gefertigt, diese in der Mitte mit Weidengeflecht ausgefacht und die Wände der Innenseiten mit Draht ausgeschlagen, so dass der Lehm Halt hat.

Hier wirkte sich ein Kommunikationsfehler folgenreich aus. Wir hatten einen Plan gezeichnet und dabei die Innenmaße angegeben. Das Drahtgestell wurde jedoch nach den vermeintlichen Außenmaßen gefertigt. Also – Lehm wieder heraus holen, Weidengeflecht entfernen, Rahmen kleiner bauen, nochmals mit Weidengeflecht und Draht versehen und mit Lehm füllen!

An zwei Samstagvormittagen, am 04.03.17 und am 01.04.17 haben wir mit einigen starken Helfern alle vorbereiteten Teile eingebaut, die zu guter Letzt nun doch passten. Der Arbeitsaufwand belief sich auf geschätzt 130 bis 150 Stunden. Frau Sauerlacher wird noch die Dächer der Insektennistwände begrünen und eine passende Wildblumensaat ausbringen.