Streuobstwiese
Das Bild von einer Streuobstwiese weckt Vorstellungen von einem tausendfachen Blütenmeer im Frühling oder dem vielfältigen Lebensraum für Insekten, Kleinsäuger sowie Sing- und Greifvögel. Für andere stehen die Ernteprodukte von Apfel und Birne über Saft bis hin zu Most im Vordergrund. Streuobstbestände prägen das Bild unserer Kulturlandschaft.
Sorten auf Hochstämmen
Die Streuobstbäume im Singoldpark stellen nur einen kleinen Auszug dar. Bei der Sortenwahl für eine Streuobstwiese steht der Hochstamm im Vordergrund, da er eine bessere Bewirtschaftung der Wiese zulässt. Hochstämme haben eine Lebenserwartung von 60 – 70 Jahren. Aus dem weiten Spektrum der Obstsorten sind hier 4 Apfelsorten ausgewählt, die sich an der Nutzung durch die Bürger orientieren, d. h. von frühem Genuss Anfang September bis Ende Oktober. Die Blüte des Apfels stellt eine hervorragende Bienenweide dar, Pollen und Nektarangebot sind sehr gut (4).
Der Obstbaum als Habitat (Lebensraum)
Ein Blick in die Zukunft lässt hoffen, dass bei fachgerechter Pflege die Apfelbäume reichlich blühen und fruchten, in ihrem Habitus zahlreichen Vögeln und Insekten Nahrung bieten und mit zunehmendem Alter in Spechtlöchern und abgestorbenen Ästen auch Wohnraum für Säugetiere verschiedenster Art entwickeln.
Pflege der Wiese
Die Wiese unter den Bäumen – ursprünglich von Rindern oder Schafen beweidet – sollte 2- mal pro Jahr gemäht, das Schnittgut entfernt werden. Der 1. Schnitt sollte zur Blüte der Gräser erfolgen. So kann sich ein arten- und blütenreicher Bewuchs entwickeln. Der 2. Schnitt erfolgt ab Mitte September bis Oktober. Regelmäßiger Schnitt mit dem Rasenmäher reduziert die Blütenvielfalt wesentlich auf einige wenige Arten wie Löwenzahn und Gänseblümchen.






